9 Typen des Enneagramm-Modells stellen sich vor

Fühlen, Denken, Handeln: Neun Typen des Enneagramm-Modells und wie verschieden sie die Welt sehen. Erkennen Sie sich wieder?

Jeder der neun Enneagramm-Persönlichkeitstypen hat eine eigene Weltanschauung, auf der sein gesamtes Handeln basiert. Anhand der Antreiber, der zugrundeliegenden Motiven kann man die Typen klar voneinander unterscheiden. Jeder Typ bewegt und orientiert sich anhand eines zugrundeliegenden unbewussten „Strickmusters”, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Verhaltensrepertoire des jeweiligen Typs durchzieht.

In unseren Enneagramm-Tranings  und Coachings  stellen wir Ihnen zu jedem Typen die arbeitsrelevanten Enneagramm-Aspekte im Business vor. Anhand von vielen Praxisbeispielen im Job und Cartoons erschließen sich Ihnen die Zusammenhänge schnell. Zu jedem Typ haben wir eine Illustration entwickelt, die „typische” äußere Hauptmerkmale aufgreift und Ihnen die Unterscheidung erleichtert. Die Zeichnungen sind mit einer Prise Humor gewürzt. Selbstverständlich sehen nicht alle Einsen, Zweien, Dreien usw. ausschließlich und nur so aus wie auf der Zeichnung, aber vielleicht entdecken Sie die ein oder andere Parallele, die Ihnen die Typenhypothese erleichtert.

Mehr dazu erfahren Sie im Enneagramm-Buch von Simone May, "Typisch!". Oder lassen Sie Ihren Persönlichkeitstyp professionell durch Typendiagnostik mit Simone May ermitteln. Mehr und Kontaktanfrage bei:über uns.

Typ 1 – Perfektionist*in

Einsen wollen, dass die Dinge richtig gemacht werden. Sie mögen es, wenn Regeln eingehalten werden und halten viel von Disziplin und Ordnung. Einsen sind gewissenhaft und haben einen Blick für Details. Fehler zu machen, Lücken zu akzeptieren und zu arbeiten nach dem 80:20 Prinzip macht ihnen Stress. Sie haben sehr hohe Ansprüche, vor allem an sich selbst, und leben nach ihren Prinzipien.
Einsen werden von ihrer Umgebung oft als "Perfektionist*in" gesehen, weil ihnen Vollkommenheit so wichtig ist und sie ihre Arbeit möglichst perfekt und fehlerlos vollenden wollen. Sie nehmen ihre Umgebung als einen Ort voller Unzulänglichkeiten wahr, die es in Ordnung zu bringen gilt. Sie kritisieren und korrigieren oft und viel und haben einen genauen Arbeitsstil.

Mehr dazu im Buch "Typisch!"  

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Typ 2 – Helfer*in

Zweien stehen ihren Mitmenschen gerne und ungefragt, mit Rat und Tat zur Seite und bringen sich proaktiv unterstützend ein. Damit es anderen gut geht, stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse zurück und wirken bescheiden. Zweien sind kommunikativ, kontaktfreudig, warmherzig und gute Netzwerker und Beziehungsmanager.
Zweien nennt man auch „Helfer*in“, weil das Helfen und sich um die Belange anderer zu sorgen eine unverkennbare alltägliche Verhaltensweise ist. Sie sehen ihre Welt als einen Ort voller Bedürftiger, für deren Wohlergehen sie zu sorgen haben. Sie sind da, wenn sie gebraucht werden, und haben einen hilfeorientierten Arbeitsstil.

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Typ 3 – Macher*in

Dreien sind voller Tatendrang und immer auf dem Weg zu ihrem nächsten Ziel. Sie wissen, worauf es ankommt, um erfolgreich zu sein, und setzen alles daran, die Nummer Eins zu werden. Sie stehen gerne im Rampenlicht und glänzen mit ihren Leistungen.
Dreien sind „Macher*in“, sie erledigen ihre vielen Angelegenheiten zügig und machen statt lang zu reden. Sie erleben es ständig, der/die Beste zu sein, daher nehmen sie die Menschen um sie herum als „unfähig“ im Vergleich zu ihnen wahr. Dreien erfassen blitzschnell, was andere erwarten und orientieren ihr Handeln an deren Bedarf. Sie sind an ihrem ehrgeizigen, wetteiferndem, Arbeitsstil erkennbar.

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Typ 4 – Individualist*in

Vieren sind anders als andere, eigenwillig und speziell, wir nennen sie „Individualist*in“, andere auch „Romantiker*in“ oder „Künstler*in“. Sie fühlen sich im Vergleich zu der Mehrzahl der Menschen in ihrer Umgebung irgendwie aus dem Rahmen fallend. Sie mögen Besonderes und Ausgefallenes. Dank ihrer Kreativität setzen sie gerne individuelle Akzente. Als ausgesprochen gefühlvolle Menschen sind sie empathisch und stimmungsanfällig mit einer deutlichen Tendenz zur Melancholie.
Vieren sind sehr empfindsam und neigen dazu, Angelegenheiten zu dramatisieren und sich selbst und die Gesamtsituation zu inszenieren. Durch ihren unkonventionellen Arbeitsstil unterscheiden sie sich von anderen.

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Typ 5 – Beobachter*in

Fünfen sind wissbegierige Menschen, die sich in Ruhe und mit Tiefgang mit ihren Themen befassen. Sie mögen Zahlen, Daten und Fakten und haben oft ausgefallene Interessensgebiete, in denen sie sich hervorragend auskennen. In Gefühlsangelegenheiten sind sie eher zurückhaltend und mögen Abstand.
Fünfen erfassen und analysieren Sachlagen gerne aus dem Hintergrund, daher erleben viele Fünfen als „Beobachter*in“. Wissen gibt Fünfen ein sicheres Gefühl. Zur Abgrenzung von der von ihnen wahrgenommenen Unwissenheit oder Oberflächlichkeit anderer verschaffen sie sich durch Informationen den Durchblick, so dass ihnen so schnell dann niemand mehr etwas vormachen kann. Sie recherchieren und erforschen gerne und gehen Aufgaben analytisch an.

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Typ 6 – Skeptiker*in

Sechsen haben ein Gespür für mögliche Gefahren und Probleme und ergreifen Vorsorgemaßnahmen, um sich und andere zu schützen. Sie sind „Skeptiker*in“, prüfen und hinterfragen kritisch und fordern Beweise ein. Wenn sie sich aber schließlich mit einer Sache oder Person identifizieren, sind sie sehr loyal. Sechsen nehmen ihre Welt als einen Ort voller Risiken, in der sie niemandem trauen können und in der sie sich daher absichern möchten, wahr. Ihr Arbeitsstil ist vorausschauend und vorbeugend.
Phobische Sechsen fühlen sich ständig bedroht und mit vermeidbaren Risiken konfrontiert. Sie hinterfragen Absichten und Vorhaben, damit sie die Lage einschätzen und Vorkehrungsmaßnahmen ergreifen können. Sie wirken oft pessimistisch.
Kontraphobische Sechsen stellen sich unter der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ proaktiv möglichen Risiken und fordern vermeintliche „Bedroher*in“ (verbal) heraus, um die Lage einzuschätzen haben. Sie wirken oft mutig.

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Typ 7 – Optimist*in

Siebenen ergreifen schöne Gelegenheiten beim Schopf, sie sind aufgeschlossen für Neues und vielseitig interessiert. Sie schmieden gerne Pläne und schwelgen in Visionen. Sie sind begeisterungsfähig und flexibel und haben immer eine gute Antwort oder einen flotten lockeren Spruch auf Lager.
Siebenen sehen die Welt als einen Ort voller Möglichkeiten, in dem alle glücklich sein könnten, wenn sie sich selbst das Leben nur nicht so schwer machen würden. Siebenen glauben fest an das Gute, sie sind „Optimist*in“. Sie hellen dunkle Momente mit Heiterkeit und Zuversicht auf, sorgen für Spaß und Freude. Sie langweilen sich nie, da sie immer mehrere Projekte parallel verfolgen und gegebene Chancen nutzen.

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Typ 8 – Boss

Achten haben eine starke, nicht selten raumeinnehmende oder auch laute Präsenz. Sie sind sehr direkt und sagen ihre Meinung klar und eindeutig. Sie mögen es, Dinge im Griff und unter ihrer Kontrolle zu haben, und übernehmen gerne die Führung. Sie kämpfen für Gerechtigkeit und setzen sich für Schwächere ein.
Achten wollen Herr/Frau der Lage sein, daher unsere Betitelung „Boss*in“. Sie sehen sich umgeben von Schutzbedürftigen und Ungerechtigkeit, was ihre Kämpfernatur herausfordert. Achten neigen mit ihrer Art unbewusst dazu, andere zu dominieren und Situationen zu steuern, sie geben intuitiv als Bestimmer*innen die Richtung vor.

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Typ 9 – Vermittler*in

Neunen sind freundliche, friedliebende Menschen, die Harmonie und Ausgeglichenheit mögen. Sie sind ruhig, gelassen und neutral und vermeiden Konflikte in dem sie „ja“ sagen (auch wenn sie „nein“ denken). Sie sind offen und tolerant gegenüber unterschiedlichen Ansichten und legen sich nicht gerne auf eine Position fest. Sie treten lieber als „Vermittler*in“ auf, indem sie für alle Verständnis haben und aus verschiedenen Meinungen gemeinsame Nenner finden.
Neunen mögen es, wenn alles ruhig und gesittet verläuft. Sie nehmen sich selbst nicht so wichtig und sind zufrieden, wenn ihre Umgebung es ist. Zugunsten des Gruppenkonsens wirken sie ausgleichend und können sich sehr gut anpassen.

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Glauben Sie Typ 10 zu haben?

Wenn Sie sich das erste Mal mit dem Enneagramm beschäftigen und die Typenbeschreibung durchlesen, werden Sie sich vermutlich an vielen Stellen wieder erkennen. Sie werden feststellen, dass Sie von jedem der neun Typen bestimmte Verhaltensweisen, Ansichten oder Gefühle nachempfinden können oder selbst schon einmal erlebt haben. Genau genommen ist das nicht erstaunlich, denn jede der Eigenschaften, die in den Enneagrammtypen beschrieben werden, ist einfach menschlich und wir Menschen haben Anteile von allen Typen. Die Unterschiede der Typen ergeben sich aus den Motiven, die den Eigenschaften und Verhaltensweisen zugrunde liegen.


Wenn Sie herausfinden wollen, welchen Enneagrammtyp Sie haben, nutzen Sie unseren Online-Typentest oder vereinbaren einen Termin zu einem Typisierungsinterview