Typ 6 – Skeptiker*in

Sechsen haben ein Gespür für mögliche Gefahren und Probleme und ergreifen Vorsorgemaßnahmen, um sich und andere zu schützen. Sie sind „Skeptiker*in“, prüfen und hinterfragen kritisch und fordern Beweise ein. Wenn sie sich aber schließlich mit einer Sache oder Person identifizieren, sind sie sehr loyal. Sechsen nehmen ihre Welt als einen Ort voller Risiken, in der sie niemandem trauen können und in der sie sich daher absichern möchten, wahr. Ihr Arbeitsstil ist vorausschauend und vorbeugend.
Phobische Sechsen fühlen sich ständig bedroht und mit vermeidbaren Risiken konfrontiert. Sie hinterfragen Absichten und Vorhaben, damit sie die Lage einschätzen und Vorkehrungsmaßnahmen ergreifen können. Sie wirken oft pessimistisch.
Kontraphobische Sechsen stellen sich unter der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ proaktiv möglichen Risiken und fordern vermeintliche „Bedroher*in“ (verbal) heraus, um die Lage einzuschätzen. Sie wirken oft mutig.

Was Typ 6 gut kann...
  • Beraten, warnen
  • Strategien entwickeln
  • Sicherheitsrisiken erkennen
  • Vorbeugemaßnahmen ergreifen
  • Motive und Absichten hinterfragen
  • Advokat des Teufels sein
  • Argumente auf Hieb- und Stichfestigkeit prüfen
  • Rückendeckung geben
  • Sich in den Dienst einer Sache stellen
  • Intrigen aufdecken

Typisch 6 im Business

Sechsen stellen oft kritische Fragen und formulieren Bedenken. Sie vergewissern sich, mit wem sie es zu tun haben, um einschätzen zu können, ob derjenige glaubhaft und vertrauenswürdig ist. Die selbstbewusste Inszenierung von Dreien macht sie skeptisch und lässt sie zweifeln, ob der schöne Schein trügt. Um sicher zu sein, wollen sie alles ganz genau wissen, fordern Zahlen, Daten, Fakten und Beweise ein. Haben sie den Verdacht, Halbwissen oder Schönfärberei präsentiert zu bekommen, stellen sie provokante Fragen, legen den Finger in die Wunde und fassen nach, bis sie zur Wahrheit vorgedrungen sind. Das strengt Dreien an. Sie fühlen sich persönlich infrage gestellt und in ihrer Kompetenz angezweifelt. Aus lauter Angst, dass man sie demontieren könnte, setzen sie sich dann noch mehr in Szene. Und das veranlasst wiederum den Sechser-Kollegen, noch mehr Argwohn gegenüber dem Dreier-Kollegen zu spüren.

(Typisch!, 2014, Simone May, S. 285-286)

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